Dieser Eintrag ist streitsüchtig – er nimmt eine Position in einer Diskussion an und präsentiert sie mit dem Ziel, ein Gespräch zu eröffnen. Bitte nehmt Stellung und sagt, was ihr darüber denkt – ob ihr diesen Weg einschlagen möchtet, oder ob ihr denkt, dass ich Schwachsinn verzapfe…
Vor ein paar Jahren antwortete Toyota auf steigende Ölpreise und Umweltbedenken mit dem Herausbringen eines neuen Modells. Der Prius besitzt neben dem gewöhnlichen Benzinmotor vorne, eine plattenförmige Batterie unter dem Beifahrerabteil, die Energie für einen Elektromotor bereitstellt. Während der Fahrt lädt der Antrieb die Batterie auf, so dass im Stau oder beim Beschleunigen der Elektromotor eintritt und den Benzinverbrauch verringert – und einen geringeren Teil des CO2 Ausstoßes im Vergleich zu einem gewöhnlichen Motor zur Folge hat.
Das ausgewiesene Ziel des modernen Gottesdienstes (alias ‚Morgen(B)rot’) war es eine neue Art von Gottesdienst zu gestalten um mehr Menschen zu erreichen. Möglicherweise war es auch das Ziel einen Gottesdienst zu gestalten, in dem wir bequemer anbeten können. Die Meinungen scheiden sich. Wie auch immer, was wir haben ist ein Toyota Prius. Ein Prius ist trotz allem noch ein Auto. Er nutzt noch immer die traditionelle Methode der Gasverbrennung und addiert ein wenig Neues hinzu um mitzuhelfen ‚Dinge zu verändern’. Der Kern von Morgen(B)rot ist noch immer ein lutherisch-landeskirchlicher Gottesdienst, mit kleinen modern Häppchen, die hinzugefügt wurden.
Hybriden (Mischlinge) sind eine großartige Idee: die Gefahr liegt darin, dass wir sehr schnell annehmen könnten es sei bereits der nächste Schritt getan: alles was wir tun müssen sei weitere Kreuzungen zu erstellen um den Benzinverbrauch zu verringern, und dabei fahren wir genauso so viel wie zuvor, oder in unserem Fall, haltet die älteren Gemeindeglieder zufrieden, und fügt zugleich neue Mitglieder hinzu, und alle werden glücklich sein. Eine Mischung ist kein Schritt; es ist ein halber Schritt, eine Überbrückung, eine Kurzzeitlösung während wir daran arbeiten, was als nächstes dran ist. Und was als nächstes kommen muss ist eine Alternative – keine weitere Kreuzung!
Als der Prius neu erschien sprach Toyota nur eine zwei-jährige Garantie für die Batterien aus. Viele moderne Gottesdienste halten für einen ähnlichen Zeitraum und beginnen dann allmählich auszulaufen; jeder weitere Gottesdienst wird schwieriger zu organisieren, und allmählich werden die ‚neuen’ Gottesdienste so liturgisch korrekt und stickig, wie die, die sie eigentlich ersetzten sollten. Die Gründe hierfür sind vielfältig und sehr vielschichtig, aber ich frage mich, ob einer davon ist, dass wir auf das falsche Modell fixiert sind. Wir wollen eine ‚erfolgreiche’ Kirche, und ‚übernehmen’ was andere Gemeinden haben. Wir nehmen an, dass nur weil es dort funktioniert, es auch das Richtige für unsere Gemeinde ist.
Ich bin überzeugt davon, dass wir mehr als einen Mischling brauchen: ich bin überzeugt wir brauchen ein Fahrrad. Ein Fahrrad ist langsamer und es schützt dich nicht vor dem Wetter. Wenn es regnet, wirst du nass, wenn der Wind dir ins Gesicht bläst, wirst du langsamer. Berge sind harte Arbeit, wenn du nicht einfach nur stärker aufs Gas treten kannst. Auf der anderen Seite können wir Beziehung mit Menschen pflegen, einfach anhalten und mit ihnen reden, wo immer sie gerade sind, und auf einer persönlichen Einzelgesprächbasis auf sie eingehen. Wir packen weniger ein, da wir wissen, dass wir weniger mitnehmen können. Und verbrauchen nebenbei wesentlich weniger Energie um zu Reisen.
Morgen(B)rot hat den Punkt noch nicht erreicht, an dem es nur noch harte Arbeit ist, was bedeutet, dass wir immer noch eine große Chance haben den nächsten Schritt zu entwickeln. Ich möchte damit nicht sagen, dass wir Morgen(B)rot aufgeben sollten: Dieser Godi erreicht Menschen, und wir können ihn weiterentwickeln, und nebenher sehen, was Gott Monat für Monat tun will und Ihm dabei folgen. Lasst uns andererseits aber nicht nur auf Programme, wie Morgen(B)rot vertrauen, um Menschen Sonntags zu erreichen, sondern lasst uns stattdessen daran arbeiten als Gemeinschaft von Individuen in einem langsamen, kleineren Ausmaß aber dafür mit einem authentischen Lebensstil, der es uns erlaubt innezuhalten und Beziehungen zu Menschen herzustellen, da wo sie sind und sie auf einer intimen/innigen Grundlage zu lieben.
Mit anderen Worten wir brauchen eine Veränderung unseres Lebensstils. Er wird härter, gefährlicher, und wird uns nicht mehr vor der reellen Welt beschützen, wie es ein großes Programm kann, wir werden eine Menge ‚Gepäck’ (Traditionen und Ideen, die wir mit uns rum tragen) gehen lassen, aber wir werden die Menschen viel besser erreichen können, wenn wir neben ihnen herfahren und nicht aus dem Fenster unseres Autos herausschreien.
Dies sind meine Gedanken, bitte teilt mir eure mit.
Vor ein paar Jahren antwortete Toyota auf steigende Ölpreise und Umweltbedenken mit dem Herausbringen eines neuen Modells. Der Prius besitzt neben dem gewöhnlichen Benzinmotor vorne, eine plattenförmige Batterie unter dem Beifahrerabteil, die Energie für einen Elektromotor bereitstellt. Während der Fahrt lädt der Antrieb die Batterie auf, so dass im Stau oder beim Beschleunigen der Elektromotor eintritt und den Benzinverbrauch verringert – und einen geringeren Teil des CO2 Ausstoßes im Vergleich zu einem gewöhnlichen Motor zur Folge hat.
Das ausgewiesene Ziel des modernen Gottesdienstes (alias ‚Morgen(B)rot’) war es eine neue Art von Gottesdienst zu gestalten um mehr Menschen zu erreichen. Möglicherweise war es auch das Ziel einen Gottesdienst zu gestalten, in dem wir bequemer anbeten können. Die Meinungen scheiden sich. Wie auch immer, was wir haben ist ein Toyota Prius. Ein Prius ist trotz allem noch ein Auto. Er nutzt noch immer die traditionelle Methode der Gasverbrennung und addiert ein wenig Neues hinzu um mitzuhelfen ‚Dinge zu verändern’. Der Kern von Morgen(B)rot ist noch immer ein lutherisch-landeskirchlicher Gottesdienst, mit kleinen modern Häppchen, die hinzugefügt wurden.
Hybriden (Mischlinge) sind eine großartige Idee: die Gefahr liegt darin, dass wir sehr schnell annehmen könnten es sei bereits der nächste Schritt getan: alles was wir tun müssen sei weitere Kreuzungen zu erstellen um den Benzinverbrauch zu verringern, und dabei fahren wir genauso so viel wie zuvor, oder in unserem Fall, haltet die älteren Gemeindeglieder zufrieden, und fügt zugleich neue Mitglieder hinzu, und alle werden glücklich sein. Eine Mischung ist kein Schritt; es ist ein halber Schritt, eine Überbrückung, eine Kurzzeitlösung während wir daran arbeiten, was als nächstes dran ist. Und was als nächstes kommen muss ist eine Alternative – keine weitere Kreuzung!
Als der Prius neu erschien sprach Toyota nur eine zwei-jährige Garantie für die Batterien aus. Viele moderne Gottesdienste halten für einen ähnlichen Zeitraum und beginnen dann allmählich auszulaufen; jeder weitere Gottesdienst wird schwieriger zu organisieren, und allmählich werden die ‚neuen’ Gottesdienste so liturgisch korrekt und stickig, wie die, die sie eigentlich ersetzten sollten. Die Gründe hierfür sind vielfältig und sehr vielschichtig, aber ich frage mich, ob einer davon ist, dass wir auf das falsche Modell fixiert sind. Wir wollen eine ‚erfolgreiche’ Kirche, und ‚übernehmen’ was andere Gemeinden haben. Wir nehmen an, dass nur weil es dort funktioniert, es auch das Richtige für unsere Gemeinde ist.
Ich bin überzeugt davon, dass wir mehr als einen Mischling brauchen: ich bin überzeugt wir brauchen ein Fahrrad. Ein Fahrrad ist langsamer und es schützt dich nicht vor dem Wetter. Wenn es regnet, wirst du nass, wenn der Wind dir ins Gesicht bläst, wirst du langsamer. Berge sind harte Arbeit, wenn du nicht einfach nur stärker aufs Gas treten kannst. Auf der anderen Seite können wir Beziehung mit Menschen pflegen, einfach anhalten und mit ihnen reden, wo immer sie gerade sind, und auf einer persönlichen Einzelgesprächbasis auf sie eingehen. Wir packen weniger ein, da wir wissen, dass wir weniger mitnehmen können. Und verbrauchen nebenbei wesentlich weniger Energie um zu Reisen.
Morgen(B)rot hat den Punkt noch nicht erreicht, an dem es nur noch harte Arbeit ist, was bedeutet, dass wir immer noch eine große Chance haben den nächsten Schritt zu entwickeln. Ich möchte damit nicht sagen, dass wir Morgen(B)rot aufgeben sollten: Dieser Godi erreicht Menschen, und wir können ihn weiterentwickeln, und nebenher sehen, was Gott Monat für Monat tun will und Ihm dabei folgen. Lasst uns andererseits aber nicht nur auf Programme, wie Morgen(B)rot vertrauen, um Menschen Sonntags zu erreichen, sondern lasst uns stattdessen daran arbeiten als Gemeinschaft von Individuen in einem langsamen, kleineren Ausmaß aber dafür mit einem authentischen Lebensstil, der es uns erlaubt innezuhalten und Beziehungen zu Menschen herzustellen, da wo sie sind und sie auf einer intimen/innigen Grundlage zu lieben.
Mit anderen Worten wir brauchen eine Veränderung unseres Lebensstils. Er wird härter, gefährlicher, und wird uns nicht mehr vor der reellen Welt beschützen, wie es ein großes Programm kann, wir werden eine Menge ‚Gepäck’ (Traditionen und Ideen, die wir mit uns rum tragen) gehen lassen, aber wir werden die Menschen viel besser erreichen können, wenn wir neben ihnen herfahren und nicht aus dem Fenster unseres Autos herausschreien.
Dies sind meine Gedanken, bitte teilt mir eure mit.
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